20.02.2008 POLIZEIVERSTÄRKUNG
Wetzel begrüßt neue Polizeistellen

FDP-Landtagsabgeordneter kennt Personalmangel aus Bodenseekreis

Bodenseekreis
– Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel freut sich darüber, dass das Land Baden-Württemberg 2008 nun die Verbreiterung des Polizeikorridors in diesem Jahr vornimmt und ein Jahr früher als geplant 800 Polizeianwärter pro Jahr einstellen wird. Innenminister Heribert Rech habe die FDP-Fraktion in dieser Frage um ihre Unterstützung gebeten, die er uneingeschränkt erhalten habe. Wetzel meldete sich bei dieser Gelegenheit zu Wort, er kenne das Problem der zu knapp besetzten Reviere aus seinem eigenen Wahlkreis: Im Revier Überlingen, das sich über 350 Quadratkilometer erstreckt, sind nachts gerade mal zwei Streifenwagen unterwegs, insgesamt schieben nur fünf Beamte Dienst. „Wenn’s in Heiligenberg brennt, auf der B 31 kracht und im Deggenhausertal eine Schlägerei ausbricht, dann wird’s echt eng.“ Wetzel konnte sich von den vielfältigen Anforderungen an die Polizeikräfte selbst überzeugen, als er Beamte des Reviers Überlingen im vergangenen August auf einer nächtlichen Streife begleitete. Die FDP Landtagsfraktion war sich einig darüber, dass 800 Einstellungen pro Jahr notwendig und auch finanzierbar sind. Wetzel „Wir müssen den Sicherheitsorganen das geben, was sie zur Bekämpfung von Terrorgefahr und Kriminalität brauchen.“ Deshalb regt die FDP - Landtagsfraktion auch an, eine Streckung des Stellen-Abbau–Programms zu überprüfen.
In den Jahren des RAF-Terrors, so Wetzel, habe man die Polizei kräftig aufgestockt, danach gebe es ein „Loch“. Baden-Württemberg steht vor einer größeren Pensionierungswelle bei den Polizeibeamten. Bei Wetzels Besuch der Polizeidirektion Friedrichshafen im letzten Jahr hatte Polizeidirektor Karl-Heinz Wolfsturm ebenfalls als weiteren Knackpunkt das hohe Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter erwähnt. Damals lag es bei den 349 Vollzugsbeamten der PD Friedrichhafen bei fast 47 Jahren. Eine immer ältere Polizei stehe immer gewalttätigeren jungen Delinquenten gegenüber, so Wolfsturm.
Umso positiver wertet Wetzel nun die Einstellungspläne der Landesregierung als Signal, dass diese das Problem erkannt habe, nachdem sie im Zuge der Verwaltungsreform auch von der Polizei gefordert hatte, 20 Prozent ihrer Stellen abzubauen.




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