27.11.2009 MÄDCHENREALSCHULE ST. ELISABETH FN
Wetzel besucht St. Elisabeth

FDP-Abgeordneter zollt Privatschulen Anerkennung

Friedrichshafen –
Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel besuchte am Freitag die Mädchenrealschule St. Elisabeth – kurz, bevor Schülerinnen mit Eltern und Lehrkräften auf die Kundgebung vor dem CDU-Parteitag in Friedrichshafen gingen, wo sie gegen drohende Kürzungen im Bildungsbereich demonstrierten. Rektorin Karin Broszat hatte Wetzel in die Schule eingeladen. Er war der Einladung spontan gefolgt. Interessiert unterhielt sich Wetzel mit Schülerinnen der achten Klasse über ihr Wirtschaftsprojekt. Nebenher malten Schülerinnen noch eilig Plakate für die Kundgebung.
Schnell war man im Gespräch über das Schulleben an St. Elisabeth und diskutierte, was insgesamt an den privaten und freien Schulen an Bildungsarbeit geleistet wird. Eine solide Finanzierung, so war man sich einig, bringe allen Seiten nur Vorteile. Schließlich entlasteten die Träger der Privatschulen Land und Kommunen. Sie sorgten für Vielfalt in der Schullandschaft und seien oftmals Vorreiter für pädagogische Konzepte. Broszat stimmte jedoch nachdenklich, dass die Finanzierung für die Realschulen, laut der letzten Hochrechnung, auf 70,5 Prozent gesunken sei. Broszat: „Wir sind keine Schule für reiche Eltern! Niedrigere Zuschüsse bedeuten aber höhere Elternbeiträge und das belastet die Familien.“
In den letzten Koalitionsverhandlungen hatte Ministerpräsident Günther Oettinger den privaten und freien Schulen noch 80 Prozent versprochen. Es sei nicht hinzunehmen, so Broszat, dass der Prozentsatz nun hinter den von 2005 zurückzufallen drohe.
Wetzel erklärte das Bruttokostenmodell, das aus der Feder der FDP stammt.
Es garantiere den Privatschulen eine solide Finanzierung. Ihm sei die Bedeutung der Privatschulen klar: „Sie sind auch so etwas wie ein Labor, in dem oft erfolgreich Konzepte ausprobiert werden, von denen dann die staatlichen Schulen ebenfalls profitieren.“ Und auch hier gelte das Prinzip der Subsidiarität: „Was private Schulen gut erledigen, muss der Staat nicht machen und entlastet ihn.“ Es sei natürlich klar, dass Privatschulen „nicht im rechtsfreien Raum schweben können.“ Sie müssten sich ebenfalls an die Vorgaben der staatlichen Schulaufsicht und der Ministerien halten, etwa was Prüfungsanforderungen angehe.




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