23.06.2010 GÄUBAHN
Zügigere Verbindungen auf Gäubahn

Bahn-Bevollmächtigter verspricht Wetzel Verbesserungen
und stellt Direktverbindung Stuttgart – Mailand in Aussicht

Bodenseekreis / Kreis Konstanz –
Die Bahn will auf der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen „schnellstmöglich wieder kürzere Fahrzeiten und bessere Anschlüsse in Stuttgart anbieten. Das versprach Werner W. Klingberg, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg dem FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel. Das werde der Fall sein, so Klingberg weiter, sobald die Deutsche Bahn oder die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) über ein geeignetes Neigetechnik-Fahrzeug verfügten. Die DB ist laut Klingberg mit der SBB auch darüber im Gespräch, „im langfristigen Angebotskonzept“ und zur Einbindung des Gotthard-Basis Tunnels „wenn möglich auch eine Direktverbindung Stuttgart-Mailand anzubieten.“
Wetzel hatte sich in einem Brief an Klingberg für eine schnelle ICE-Verbindung von Zürich nach Stuttgart und umgekehrt eingesetzt und in seinem Schreiben auch deutliche Worte gebraucht: „Ich habe den Eindruck, dass der Bahn AG der Süden unseres Landes vollkommen egal ist.“ Eigene Erfahrungen hatten Wetzel zu diesem Schluss geführt: Seit 2006 fahre er teils mehrmals wöchentlich von Singen nach Stuttgart und retour. Dabei habe er festgestellt, „dass sich der Service ständig verschlechtert hat.“ Anfangs sei der ICE noch gefahren, habe jedoch aufgrund des schlechten Zustandes des Triebwagens oft Verspätung gehabt. Dann habe man aufgrund dieser technischen Mängel die Neigetechnik eingestellt. „Dies hatte zur Folge, dass der Zug ständig verspätet war.“ Wetzels Fazit: „Als weitere Folge davon ist es natürlich, dass die Fahrgäste wegbleiben und von der Bahn auf die Straße zurückkehren.“
Klingberg antwortete Wetzel, dass die Bahn, in Kooperation mit der SBB, seit Ende März 2010 die bisherigen ICE-Züge zwischen Stuttgart und Zürich durch Intercity-Züge der SBB ersetze. Diese Maßnahme sei die Folge der „unerwartet aufgetretenen Mängel bei den Radsatzwellen der ICE-T-Fahrzeuge.“ Klingberg betont: „Für diese Mängel sind eindeutig die Fahrzeughersteller verantwortlich.“ Er versichert: „Mit den Fahrplananpassungen wollen wir wieder zuverlässigere Verbindungen anbieten und so Fernreisende zurückgewinnen“, bis eben die Neigetechnik wieder verfügbar sei.




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