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21.04.2010 Wetzel vs. Zeller

Wetzel wundert sich über SPD-Kollegen

„Herr Zeller wandelt wieder mal auf meinen Spuren“

FDP-Abgeordneter setzte sich lange vor Zeller für Entlastung der B 31 bei Sipplingen ein

Bodenseekreis / Sipplingen –
Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel wundert sich wieder einmal über seinen SPD-Kollegen Norbert Zeller. Schon zum zweiten Mal, so Wetzel, tue Zeller so, als habe er ein Thema selbst entdeckt, das der Liberale bereits lange Zeit vor ihm bearbeitet hatte. Nach dem Einsatz für den behindertengerechten Zugang fürs Amtsgericht Überlingen, den Zeller schon fälschlicherweise allein für sich reklamiert hatte, geht es nun um den Bodensee-Radweg sowie die Begrenzung des Schwerlastverkehrs auf der B 31 bei Sipplingen. Zeller frohlockt in einer Pressemitteilung vom 15. April, die neue Verkehrsministerin Tanja Gönner habe erstmals das Thema aufgegriffen, und zwar auf seine Initiative hin.
Das ist jedoch falsch. Wetzel hatte bereits am 2. Februar 2009 in einem Brief an den damaligen Innenstaatssekretär Rudolf Köberle ein Fahrverbot für Schwerlastverkehr verlangt auf der B 31 im Bereich Überlingen-Sipplingen-Bodman-Ludwigshafen. Zusammen mit diesem Schreiben leitete Wetzel 300 Unterschriften weiter, die die Sipplinger „Initiative zur Verkehrsberuhigung B 31“ ihrem Mitbürger Wetzel überreicht hatte. Wetzel bat Köberle auch, die Verkehrssituation auf eine Entlastung hin zu überprüfen. Köberle griff den Vorschlag auf und antwortete Wetzel am 20. April 2009, er werde das Regierungspräsidium Tübingen bitten, zu untersuchen, ob zumindest eine teilweise Entlastung aus und in Fahrtrichtung Stockach möglich sei. Auf der Grundlage der Prüfergebnisse könnten dann fundierte Gespräche mit der Raumschaft und den Betroffenen geführt werden. Köberle hielt Wort und beauftragte das RP mit der Untersuchung. Auf just diese Überprüfung, die ihm Gönner wohl zukommen ließ, stützt sich nun Zeller und „wundert sich erfreut“, so der Wortlaut in Zellers Pressemitteilung, „dass dies nun möglich werden soll, wo doch die Vorgänger von Gönner dies immer als nicht machbar darstellten.“
Wetzel wundert sich auch – über Zellers Darstellung, die einfach nicht der Wahrheit entspreche. „Ich freue mich natürlich für die Betroffenen, die gar nicht genug Unterstützung bekommen können, dass Herr Zeller erneut auf meinen Spuren wandelt. Aber er sollte zumindest besser recherchieren und nicht ständig so tun, als sei er der Erste, der wichtige Themen aufgreift.“
Zeller schrieb in seiner Pressemitteilung ferner, dass er Gönner nach einem Besuch in Sipplingen gefragt habe, weshalb denn eine neue Radwegeplanung vorgenommen werden solle. Wetzel: „Auch da hätte Herr Zeller nicht erst vor kurzem die Frau Ministerin fragen müssen.“ Denn der Sipplinger Wetzel, der selbst begeisterter Radfahrer ist, hatte schon lange vorher auf die gefährliche Situation für Radler hingewiesen, sich bereits am 10. September 2009 nach dem Stand der Radwegeplanung erkundigt und auch prompt aus dem Innenministerium Antwort erhalten. „Bis Herr Zeller endlich gemerkt hat, dass dort ein neuer Radweg entstehen soll, hatte ich mich schon x-mal über den alten geärgert und mich für eine andere Planung eingesetzt.“