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02.06.2010 Erneuerbare Energien Antwort

Gute Ausssichten für erneuerbare Energien

Wirtschaftsministerium antwortet Hans-Peter Wetzel

Bodensee-Oberschwaben –
Die Region Bodensee-Oberschwaben „hat aufgrund der naturräumlichen Bedingungen gute Voraussetzungen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Das schreibt das Wirtschaftsministerium auf eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel. Als überregional bedeutsame Vorhaben in der Region sieht die Landesregierung „in erster Linie das solarthermische Wärmeversorgungskonzept der Stadtwerke Friedrichshafen in Friedrichshafen-Wiggenhausen sowie das Projekt der Hochtemperatur-MCFC-Brennstoffzelle in Friedrichshafen. Außerdem nutzten in „vorbildlicher Weise“ die Bioenergiedörfer Lippertsreute und Lautenbach Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien.
Wetzel hatte auch gezielt nach der Nutzung verschiedener erneuerbarer Energien und deren Entwicklung in den letzten Jahren nachgefragt. Den größten Zuwachs gibt es laut den Daten der Landesregierung im Bereich der Photovoltaik, der erst seit 2000 zahlenmäßig erfasst wird. Ende 2008 betrug die installierte Leistung aller Photovoltaikanlagen in der Region Bodensee-Oberschwaben 126 Megawatt, in ganz Baden-Württemberg 1 273 Megawatt. Im Sektor „Biomasse“ erfasst das Land statistisch nur die Biogasnutzung. Ende 2009 gab es in der Region 128 Anlagen, die meisten, 78, im Kreis Ravensburg, im Kreis Sigmaringen waren es 23 Anlagen, im Bodenseekreis 14. Im ganzen Land waren es 558 Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 142 Megawatt. Außerdem existierten im September 2009 in der Region 2 545 Erdwärmesonden, 1 388 im Kreis Ravensburg, 897 im Bodenseekreis und 260 im Kreis Sigmaringen. Insgesamt gab es zur selben Zeit in ganz Baden-Württemberg über 15 000 Erdwärmesonden. Windkraft spielt im Bodenseekreis bis dato keine Rolle, in den Kreisen Ravensburg und Sigmaringen gibt es jeweils vier Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,75 Megawatt. Alle diese Anlagen wurden zwischen 2001 und 2005 errichtet.