Sie sind hier: 09.06.2010 Genmais Anfrage
Weiter zu: Pressemitteilungen ab 01.06.2010
Allgemein:

Suchen nach:

09.06.2010 Genmais Anfrage

Wetzel fragt wegen Genmais nach

Verunreinigtes Saatgut auch in Baden-Württemberg ausgebracht

Bodenseekreis –
Trotz Anbauverbots ist aus Versehen gentechnisch veränderter Mais in sieben Bundesländern ausgesät worden, darunter Baden-Württemberg. Das mit Genmais verunreinigte Saatgut stammte von einer Firma in Buxtehude. Der bereits gepflanzte Mais muss vernichtet werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach vom „bisher größten Gentechnik-Saatgut-Skandal in Deutschland.“ Das Thema beunruhigt auch den FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel, der deshalb bei der Landesregierung nachfragt.
Wetzel will wissen, wo in Baden-Württemberg Genmais ausgesät wurde und fragt auch: „Welche Kontrollmöglichkeiten haben die Behörden, um festzustellen, ob gentechnisch verändertes Saatgut trotz Anbauverbots ausgebracht wird?“ Außerdem erkundigt sich er sich nach der Zusammenarbeit von Bundes-, Landes- und kommunalen Behörden. In dem aktuellen Fall hatte anscheinend das niedersächsische Landwirtschaftsministerium bereits Anfang März von der Verunreinigung erfahren, diese Erkenntnisse aber erst Ende April an das niedersächsische Umweltministerium weitergegeben, das wiederum für die Information der Landwirte zuständig ist.
Wetzel hakt ferner nach, ob Saatgut-Firmen regelmäßig daraufhin überprüft würden, ob ihre Ware gentechnik-frei sei. Außerdem interessiert den Liberalen, ob die Landesregierung die Initiative „Gentechnikfreie Region / Zone“ unterstütze, der sich in Baden-Württemberg bereits viele Kommunen und Regionen angeschlossen haben, so etwa Überlingen.
Wetzel stammt selbst von einem Bauernhof und setzt sich als Landespolitiker regelmäßig für die Belange der Landwirtschaft ein.